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Der Vereinsname HONSHINKAN setzt sich aus den drei japanischen Begriffen
- Hon...............
........Wurzel/Ursprung/Buch (als Ursprung des Wissens)
- Shin/Kokoro.....
........Geist/Herz
- Kan................
.......Ort/Halle
zusammen.
Die ersten beiden Silben Honshin bedeuten in ihrem Zusammenhang
Wahres Innerstes / eigentliches Herz / Ur-Herz,
mit der angefügten Silbe „Kan“
- „Der Ort, an dem sich der ursprüngliche Geist befindet”
- „Halle des Wurzelgeistes”.
Weitere Komposita des Honshin:
- Das ursprüngliche Herz des Tees (Cha no honshin)
- Das wahre Wesen (Honshin-hontai)
Historische Verwendung des Honshin
Bereits um 1652 schrieb einer der populärsten japanischen Zen-Meister der Rinzai-Schule, Bankei Zenji (Bankei Eitako, auch Bankei Kokushi), für die Bauern der Provinz Yamato das „Honshin no uta“ („Das Lied vom Wurzelgeist“). „Honshin no uta” auf ZEN-GUIDE DEUTSCHLAND
Abgrenzungen
- Honshinryu (Stil/Schule des Wurzelgeistes)
Der Begriff Honshinryu wird mit einer bestimmten Karate-/Kobudo-Stilrichtung assoziiert. Honshinryu wurde von Miyagi Masakazu gegründet, der Karate und Kobudo gleichberechtigt in einem Stil kombinierte und diesen in der „Honshin-ryu Karate Kobudo Hozonkai“, einer Vereinigung zur Bewahrung der traditionellen okinawanischen Kampfkünste organisierte. Der Sitz der Organisation ist in der Stadt Toguchi auf der Halbinsel Motobu, im nördlichen Teil Okinawas, wo Miyagi ein eigenes Element der okinawanischen Kampfkünste entdeckt zu haben scheint.
- Koshinkan
Koshinkan ist eine etablierte Stilrichtung im deutschen Karateverband (DKV). Nach Selbstdefinition des Koshinkan-Stils handelt es sich um eine konsequente Weiterentwicklung des traditionellen Karate hin zu einem zeitgemäßen, anwendbaren und zukunftsorientierten Karate. Begriffsdefiniton: KO = alte (traditionelle) / SHIN = neue (zeitgemäße) / KAN = Schule
Abgesehen davon ist der Begriff „Ko“ im Sinne von „alt/traditionell“ für die Intention des HONSHINKAN weniger zutreffend als „Hon“. Denn mit dem „Ursprungs-/Wurzelgeist“ ist nicht lediglich etwas altes, früheres gemeint, wie z.B. die Koryu-Stile, die sehr pragmatisch ausgerichteten alten Budo-Schulen vor der Zeit der Meji-Restauration (1865). Mit Honshin ist die Wurzel, der Ursprung im Menschen gemeint. Übertragen könnte man dies mit dem Zen vergleichen, zurück zum „wahren Selbst“, wenngleich traditionelle Elemente der Koryu-Stile beim HONSHINKAN eingebunden werden.
- SHIN im Sinne von „kokoro/Herz“ und nicht im Sinne von „Neu“
Bei der vorherigen Erläuterung zur Begriffswahl zwischen „Hon“ und „Ko“ wurde ausgeführt, dass nicht nur etwas Überliefertes aufgegriffen und mit „Neuem/Modernen“ in Bezug gesetzt werden soll, gemeint ist, dass der Fokus des gesamten Tuns wieder vermehrt auf die „innere Quelle“, die eigentliche Intention des Gendai-Budo gerichtet werden, eben im Zen-Sinne von Honshin, „Wurzelgeist“.
- HonshinKAN und nicht HonshinDO
Der Begriff „Do“ (Weg) war uns zu pathetisch. Die Tätigkeit soll weder eine neue Stilrichtung, eine neue Lehre noch einen neuen Weg beinhalten. Es handelt sich lediglich um eine bestimmte inhaltliche und methodische Ausrichtung bereits etablierter Lehren, die an einem bestimmten Ort stattfindet, nämlich beim Honshinkan.
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